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FAMILIENGRUFT - BESTATTUNG - ARTEN, GESTALTUNG, KOSTEN (BAUEN/KAUFEN) & RUHEZEITEN im ÜBERBLICK

Bei der Bestattung in einer Gruft gibt es verschiedene Arten, z.B. die Familiengruft, welche mit verschiedenen Gestaltungen, Kosten sowie einer langen Ruhezeit verbunden sind.

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Stilvolle Grabsteine - Author Vanessa Rust

Familiengruft – Arten, Gestaltung & Kosten

Bei der Bestattung in einer Gruft gibt es verschiedene Arten, z.B. die Familiengruft, welche mit verschiedenen Gestaltungen, Kosten sowie einer langen Ruhezeit (LINK) verbunden sind. Vor allem in vergangenen Zeiten, doch teils auch noch heutzutage, ist die Gruft eine beliebte Variante Familien, bestimmte Gemeinschaften oder auch Einzelpersonen beizusetzen. Das Gemäuer kann sich dabei oberhalb der Erdoberfläche oder unterhalb dieser befinden, wobei durch die luftdichte Aufbewahrungsart des Leichnams eine besonders lange Ruhezeit vorbestimmt ist. Diese besondere Form das Leben zu ehren ist jedoch im Vergleich mit anderen Bestattungsarten sehr kostspielig und teilweise äußerst pflegebedürftig, weshalb im Laufe der vergangenen Jahrzehnte die Erdbestattung immer mehr bevorzugt wurde. Hier bei stilvolle-grabsteine.de erfahren Sie mehr zu Beisetzungen in einer Gruft, über die Gestaltungsmöglichkeiten und unterschiedlichen Gruft-Arten.

 

Vor allem adlige Familien wurden früher in einer Gruft beigesetzt.

Eine Familiengruft kann über- oder unterirdisch sein. | Bildquelle: © Renáta Sedmáková

Eine Familiengruft kann über- oder unterirdisch sein. | Bildquelle: © Renáta Sedmáková

Geschichte der Gruft

Die Beisetzung in einer Gruft ist traditionell, vor allem im romanischen Sprachgebiet, und wurde in früheren Jahrhunderten hauptsächlich vom Adel genutzt. Über mehrere Generationen hinweg diente die Gruft dazu, verstorbene Verwandte beizusetzen. Vor allem gläubige Personen wollten sicher gehen, dass der Leichnam bis zum Jüngsten Gericht unversehrt bleibt. Der Begriff selbst ist vom griechischen Wort Krypta abgeleitet, welche sich unter Kirchen befinden und in der Heilige beigesetzt werden. Ebenso wie eine Krypta besteht eine Gruft aus einer Art Gemäuer, welches sich über- oder unterirdisch befinden kann. Der Leichnam wird hierbei in einem steinernen Sarg beerdigt und luftdicht verschlossen. Teilweise wird vor der Beerdigung zusätzlich eine Einbalsamierung durchgeführt, um den Körper so lange wie möglich vor der Verwesung zu wahren. Heutzutage bestehen die Särge nicht mehr nur aus Stein; auch Metall oder Holz mit Metalleinsätzen werden verwendet. Zusätzlich zu der Sargbestattung kann in einer Gruft zudem eine Urnenbeisetzung stattfinden. Die Gestaltung der Ruhestätte ist demnach jeder Familie, Einzelperson oder Gruppe überlassen. Je nach Wunsch können Ornamente, Statuen oder Figuren aufgestellt werden um die Grabstätte zu verschönern oder zu personalisieren. Wahlweise können z.B. auf Gräbern Bilder des Verstorbenen gezeigt werden.

Eigenschaften einer Gruft

Die Familiengruft

Eine besonders beliebte Form der Gruftbeisetzung ist die für eine gesamte Familie. Über mehrere Jahrhunderte wird einer Familie das Recht gewährt, dort ihre Verwandten zu beerdigen. Aus diesem Grund sind viele alte Gruften recht groß, da die Ruhezeit lang ist und es Platz für zahlreiche Verstorbene gibt. Bei der in den Boden gelassenen Gruft wird der Sarg in den Boden gesenkt und mit einer Steinplatte abgedeckt. Wird es gewünscht, kann diese auch mit einem Bild verziert werden. In der Nähe des Sargs befindet sich zumeist eine Nische mit einem Altar für Gebete. Die Sicht auf den Sarkophag ist bei dieser Beisetzungsart nicht gewährleistet. Eine weitere Methode ist die unterirdische Gruft. Dies war in früheren Zeiten die häufigste Art der Gruft-Bestattung. Der Sarg, welcher zumeist im Raum steht, kann dabei sogar zusätzlich mit einem Grabstein geschmückt werden. Auch hier bietet sich die Möglichkeit, einen kleinen Altar für Gebete zu errichten. Nachdem Mediziner jedoch herausfanden, dass Erdbestattungen ebenfalls eine mögliche Art der Beisetzung sind, wurde für Familien immer häufiger das Familiengrab auf einem herkömmlichen Friedhof zur Alternative. Da einige Bürger dem Adel jedoch in nichts nachstehen wollten, wurden Gruften auch dort errichtet, zumeist überirdisch. Heutzutage sind diese Grabmale regelmäßig zu finden, doch die Errichtung einer neuen Gruft ist relativ selten. Der Aufbau, die Pflege und Instandhaltung sind mit vielen Kosten und Aufgaben auf dem Friedhof verbunden.

 

Historische Gruften sind meist mit kunstvollen Verzierungen geschmückt. | Bildquelle: © Renáta Sedmáková

Historische Gruften sind meist mit kunstvollen Verzierungen geschmückt. | Bildquelle: © Renáta Sedmáková

Weitere Gruftarten

Neben der traditionellen Familiengruft gibt es auch noch weitere Arten, die vor allem in vergangenen Zeiten Anwendung fanden.

 

Gruftarten

Die Einzelgruft ist heutzutage nicht mehr sehr verbreitet. Die Gruft, welche für nur eine Person bestimmt ist, ist meist mit hohen Kosten verbunden. Ein bekanntes Beispiel ist der Designer Rudolph Moshammer, welcher speziell für seine Mutter eine Gruft errichten ließ. Nach seinem eigenen Tod wurde auch er dort beigesetzt.

Eine Gemeinschaftsgruft ist einer Familiengruft sehr ähnlich. Sie bietet Platz für mehrere Personen, wobei diese nicht verwandt sein müssen. Bewohner eines Klosters beispielsweise können in einem Gemeinschaftsgrab beigesetzt werden.

Sargwandnischen befinden sich in Mausoleen oder Kirchen, welche keinen Platz für frei stehende Särge haben. Die Sarkophage werden hierbei in Nischen in der Wand eingeführt und mit einer Platte verschlossen. Sie sind danach nicht mehr sichtbar.

Eine weitere Art der Gruftbestattung ist die Pseudogruft. Dieses Grab ist durch eine Steinplatte verschlossen, jedoch von innen nicht ausgemauert. Es findet eine herkömmliche Erdbestattung statt. In einigen Fällen kann das Grab zwar von innen gemauert werden, wobei es nach dem Niederlassen des Sargs jedoch mit Erde gefüllt und mit einer Platte verschlossen wird.

Besonders in Amerika findet die Bestattung in einer amerikanischen Gruft immer mehr Anwendung. Da die Erdbestattung teilweise laut Gesetz untersagt ist, werden Särge immer häufiger nicht wie bei einer in Deutschland üblichen Bestattung in die Erde gelassen. Eine sogenannte Erdgruft mit Übergrab wird gebildet, welche aus Materialien wie Stein, Fiberglas oder Kunststoff bestehen kann. Ziel dieser Bestattungsart ist es, zu verhindern, dass die Erde beim Verwesungsprozess ungleichmäßig absinkt. Nicht nur werden dabei die Friedhofskosten gesenkt, sondern auch die Gefahr für die Belastung des Grundwassers. Ein weiterer Grund ist, dass die Särge im Fall einer Naturkatastrophe nicht aus ihren Gräbern geschwemmt werden können.

 

Altare schmücken oftmals Gruften, um einen Ort für das Gedenken zu schaffen. | Bildquelle: © Renáta Sedmáková

Altare schmücken oftmals Gruften, um einen Ort für das Gedenken zu schaffen. | Bildquelle: © Renáta Sedmáková

Kosten & Ruhezeiten einer Gruft

Im Vergleich zu der am häufigsten gewählten Erdbestattung ist die Bestattung in einer Gruft sehr kostspielig, mitunter sogar die teuerste Variante, auch wenn das Aufstellen eines Grabsteins für gewöhnlich nicht nötig ist. Es muss bedacht werden, dass zu dem Erwerb oder Neubau der Gruft auch die geregelten Friedhofskosten dazu kommen. Aufgrund der langen Ruhezeit von 40 – 60 Jahren sind die Kosten erheblich höher als bei einem normalen Erdwahlgrab, bei dem sowohl die Fläche als auch die Ruhezeit geringer ist. Die Kosten für den Bestatter sind jedoch ähnlich wie bei jeder anderen Beisetzung. Nach der langen Ruhezeit muss durch den wenig vorangeschrittenen Verwesungsprozess des Menschen entschieden werden, was mit dem Leichnam gemacht wird. Zum einen kann dieser in ein Erdwahlgrab umgebettet oder in einer Urne beigesetzt werden. Die Kosten für eine Bestattung in der Gruft hängen demnach von den Preisen des Friedhofs, der Länge der Ruhezeit und der Wahl der Bestattung danach ab.

Zusammenfassung

Die Bestattung in einer Gruft ist eine besondere Art Verstorbene zu bestatten. Vor allem adelige Familien haben in früheren Zeiten diese Beerdigungsweise genutzt um viele Generationen an einem Ort beisetzen zu können. Auch Gemeinschaften wie beispielsweise Nonnen oder Mönche können in einer Gruft ihre letzte Ruhe finden, ebenso wie Einzelpersonen. Die Gemäuer werden oft kunstvoll gestaltet. Durch die lange Ruhezeit sind Gruften allerdings eine kostspielige Angelegenheit, zudem auch im Nachhinein eine Erd- oder Urnenbestattung stattfinden muss. In Amerika ist es vermehrt üblich, eine kleine Gruft zu errichten, in der sich der Sarg befindet, um diesen z.B. vor Naturkatastrophen zu schützen. Wenn Sie sich für eine Gruft interessieren oder weitere Fragen haben, helfen wir von stilvolle-grabsteine.de Ihnen gerne weiter.

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Vanessa Rust

Über den Author

Vanessa Rust (23) ist Studentin an der Universität Erfurt für Anglistik/Amerikanistik und Management.

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