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Das GRAB FÜRST PÜCKLERS - IMPOSANTE GRABPYRAMIDE im PARK in BRANITZ

In Branitz, nahe Cottbus, befindet sich der Fürst-Pückler-Park. Mit seiner imposanten Grabpyramide, in welcher der gleichnamige Adlige beigesetzt ist, zieht es jedes Jahr tausende Besucher zu Besichtigungen und Veranstaltungen in den Park.

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Stilvolle Grabsteine - Author Vanessa Rust

In Branitz, nahe Cottbus, befindet sich der Fürst-Pückler-Park. Mit seiner imposanten Grabpyramide, in welcher der gleichnamige Adlige beigesetzt ist, zieht es jedes Jahr tausende Besucher zu Besichtigungen und Veranstaltungen in den Park. Doch auch ein gemütlicher Spaziergang durch das mehrere hundert Hektar große Land ist möglich. Während seines bewegten Lebens hegte Fürst Pückler eine große Leidenschaft für die Gartengestaltung, welche er mit diesem Park eindrucksvoll unter Beweis stellte. Auch sein Grab befindet sich auf dem Gelände, genauer gesagt in einem künstlich angelegten See, welches er sich in Form einer Pyramide bereits zu Lebzeiten errichten ließ. Neben der Bestattungsweise des Fürsten erhalten Sie in diesem Artikel auf Stilvolle Grabsteine auch interessante Informationen zu der Parkanlage selbst sowie dem Leben des etwas anderen Fürsten.

 

 

Der Fürst Pückler Park nahe Cottbus im Winter. | Bildquelle: © Fotolia - T. Linack

Der Fürst Pückler Park nahe Cottbus im Winter. | Bildquelle: © Fotolia – T. Linack

Fürst Pückler

Geboren am 30. Oktober 1785 wuchs Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau auf dem Schloss Muskau auf. Bekannt war er bereits zu Lebzeiten als Reisender, Dandy des 19. Jahrhunderts und leidenschaftlicher Landschaftsgärtner. Sein erstes Werk war der Schlosspark in Bad Muskau. Doch aufgrund finanzieller Schulden musste er diesen verkaufen. Dies ist auch der Grund, weshalb er sich 1826 von seiner Frau und Inspiration Lucie scheiden lassen musste. Nach der Abgabe des Parks beglich er seine Schulden und kaufte im Anschluss 1845 das Gelände in Branitz. Auf seinen Reisen war er besonders angetan vom Orient, vor allem von Ägypten, dem Sudan und dem Nahen Osten. 1837 traf er auf einer seiner Expeditionen seine Geliebte Machbuba, die zu dem Zeitpunkt gerade einmal zehn Jahre alt war – er 53. Drei Jahre reisten sie zusammen durch den Orient, bevor sie gemeinsam auf sein Anwesen in Branitz zurückkehrten. Machbuba erkrankte jedoch rasch an Tuberkulose und erlag kurze Zeit später der Krankheit. Trotz seiner zahlreichen Frauengeschichten war Fürst Pückler beim Volk beliebt, pflegte unzählige Kontakte zu den gesellschaftlichen Größen seiner Zeit, hat Weltliteratur geschaffen und zählt zu den bedeutendsten deutschen Gartenkünstlern des 19. Jahrhunderts.

Wer mich ganz kennenlernen will, muss meinen Garten kennen, denn mein Garten ist mein Herz.

Fürst Pücklers Parkanlagen

Fürst Pückler hegte eine große Leidenschaft für das Anlegen von Gärten. Vorbild war dafür zum einen Humphry Repton, ein englischer Landschaftsarchitekt, zum anderen der Stil englischer Gärten im Allgemeinen. Die erste Parkanlage, welche von Hermann Pückler errichtet wurde, ist die des Schloss Muskaus in Sachsen. Mit einer Gesamtfläche von 830 Hektar liegen 2/3 des Parks in Polen. Der seit 1823 bestehende Park musste aufgrund seiner finanziellen Lage jedoch von ihm verkauft werden. Weiterhin bestehend, ist der Park seit 2004 Teil des UNESCO Weltkulturerbes mit zahlreichen Bäumen, Wegen, künstlich angelegten Flüssen und Seen. Von seinem Restgeld erwarb Fürst Pückler das Grundstück rund um das Schloss in Branzit, wo er im Alter von 60 Jahren erneut begann, einen Park zu errichten. Dieser hat eine Fläche von 112 Hektar –  zusammen mit dem Außenpark, welcher aus unter anderem landwirtschaftlich genutzten Flächen besteht, sogar 622 Hektar. Der gestalterische Aufwand nimmt dabei von dem Äußeren über den Innenpark, den Pleasureground, und das Schloss stetig zu.

 

  • Bäume
  • Wiesen
  • Seen
  • Flüsse
  • Bauwerke
  • eine Wasserpyramide
  • zwei Landpyramiden

 

Das Schloss, welches sich im Zentrum befindet, ursprünglich 1770 – 1772 im Barockstil errichtet, wurde durch seine Hand 1850 umgebaut. Für den Park wurden bereits in den ersten fünf Jahren 700 Bäumen angeschafft, um den Wünschen des Fürsten gerecht zu werden. Nach dem Tod Pücklers im Jahre 1971 kümmerte sich sein Stiefcousin Heinrich, Graf von Pückler, um dessen Um- und Ausgestaltung bis zur Fertigstellung 1888. Nach dem Zweiten Weltkrieg jedoch wurde der Familie das Grundstück enteignet und ging folglich dem Volkseigentum über. Mit ebenfalls künstlich angelegten Seen, Inseln und zahlreichen Grünflächen, lockte der Park 2012 ca. 200.000 Menschen auf sein Gelände, 63.00 in die Museen und auf Veranstaltungen.  Er steht auf der Denkmalliste des Landes Brandenburg als Gartendenkmal und es wird diskutiert, ob er Teil des UNESCO Weltkulturerbes werden soll. Zudem ist er die bedeutendste Cottbuser Parkanlage.

 

Die Grabpyramide steht in mitten eines Sees und beherbergt das Grad des Fürsten.| Bildquelle: © Fotolia - imohn

Die Grabpyramide steht in mitten eines Sees und beherbergt das Grad des Fürsten.| Bildquelle: © Fotolia – imohn

Die Grabpyramide

Bereits vor seinem Tod am 04. Februar 1871 fing Fürst Pückler an, einen künstlichen See anlegen zu lassen. Neben Bauwerken an Land, entstand mithilfe der ausgehobenen Erde eine Pyramide in der er sich nach seinem Ableben bestatten lassen wollte. Diese nannte er Tumulus. Das 12 Meter hohe Gebilde ist weltweit ein einmaliges Grab und wurde vermutlich nach dem Vorbild der Pyramiden in Ägypten errichtet. Bestattet am 9. Februar 1871 in einem Metallsarg, forderte Fürst Pückler, zusammen mit Chemikalien beigesetzt zu werden, da er den Gedanken verabscheute, dass sein Körper zerfressen wird. Seine Frau Lucie von Hardenberg, welche bereits 1845 verstarb und auf einem Dorffriedhof lag, wurde nach dem Tod Pücklers in die Pyramide umgebettet. Die Oberfläche dieser ist mit drei verschiedenen Arten von Weinreden bepflanzt. Diese entfachen in den Herbstmonaten das sogenannte Pyramidenfeuer, welches durch das Färben der Blätter in Gelb und Rot ausgelöst wird. 2014 wurde das Bauwerk dann zum ersten Mal nach ca. 150 Jahren restauriert. Durch Wind und Wasser hat die Pyramide an einem Meter Höhe verloren und die Spitze wurde abgetragen. Die Sanierung kostete insgesamt 1,7 Millionen Euro, was jedoch auch die Ausbesserung anderer Inseln beinhaltete.

 

Besucherinformationen

Die Besichtigung des Parkgeländes ist kostenfrei. Lediglich für den Eintritt und eine Besichtigung des Schlosses, des Gutshofs und des Marstalls zahlt man Eintritt von bis zu 6,50 EUR pro Erwachsenen. Geöffnet ist der Park das ganze Jahr über mit variierenden Öffnungszeiten, je nach Jahreszeit. Zudem ist es möglich, zahlreiche Veranstaltungen zu besuchen. Dazu zählen Vorträge, Lesungen, Konzerte, Seminare oder Theaterabende sowie klassische Führungen und museumspädagogische Angebote.

 

Das Schloss im Fürst Pückler Park im Sommer. | Bildquelle: © Fotolia - Frank

Das Schloss im Fürst Pückler Park im Sommer. | Bildquelle: © Fotolia – Frank

Zusammenfassung

Das Leben des Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau war geprägt von seiner Frau Lucie von Hardenberg, seiner Geliebten Machbubu und seinen unzähligen Reisen, welche bevorzugt in den Orient stattfanden. Während seines bewegten Lebens war Fürst Pückler jedoch auch leidenschaftlicher Gartenbauer. Inspiriert wurde er besonders vom Stil der englischen Gärten. Doch auch während seiner Reisen sammelte er Anregungen für seine Gestaltung. So vermutlich auch die Idee, sich eine Pyramide als Grabmal zu errichten, welche zudem inmitten eines Sees ruht. Das heutige Wahrzeichen der Parkanlage ist 12 Meter hoch und beherbergt den Metallsarg, in welchem sich die sterblichen Überreste des Fürsten befinden. Besonders für Besucher ist das 622 Hektar große Gelände ein Ort für einen ausgiebigen Spaziergang sowie für Besuche des zentral gelegenen Schlosses und von Veranstaltungen. Möchten Sie mehr zu dem Fürst-Pückler-Park erfahren oder haben Sie Fragen, dann stehen wir Ihnen gerne zur Seite. Zudem finden Sie in unserem Ratgeber weitere Informationen zu berühmten Gräbern wie dem von Johann Sebastian Bach oder Jim Morrison.

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    Author bei Stilvolle Grabsteine

    Vanessa Rust

    Über den Author

    Vanessa Rust (23) ist Studentin an der Universität Erfurt für Anglistik/Amerikanistik und Management.

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