Home / Ratgeber / 05 Oktober 2017 / Berühmte Todesfälle

RUHT JOHANN SEBASTIAN BACH WIRKLICH in der THOMASKIRCHE in LEIPZIG?

Einer der bedeutendsten Komponisten und Kantoren war Johann Sebastian Bach. Doch liegt dieser wirklich in der Thomaskirch in Leipzig begraben?

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Stilvolle Grabsteine - Author Vanessa Rust

Die Grabstätte Johann Sebastian Bachs

Einer der bedeutendsten Komponisten und Kantoren war Johann Sebastian Bach. Doch liegt dieser wirklich in der Thomaskirch in Leipzig begraben? Nach einem sehr erfolgreichen Leben, welches unzählige Werke und mehrere Kinder hervorbrachte sowie eine erfolgreiche Kariere als Thomaskantor des Kirchenchors, starb der Musiker nach einer Augenoperation. Ursprünglich begraben auf dem Johannesfriedhof, wurden seine Gebeine 1950 in die Thomaskirche überführt. Es gibt jedoch Zweifel daran, ob es sich tatsächlich um seine Überreste handelt. Hier erfahren Sie alles über das Leben von Johann Sebastian Bach, dessen Wirken in der Musik, die Kontroverse um sein Grab und den Thomanerchor in der heutigen Zeit.

 

 

Die Thomaskirche in Leipzig. | Bildquelle: © Fotolia - bbsferrari

Die Thomaskirche in Leipzig. | Bildquelle: © Fotolia – bbsferrari

Johann Sebastian Bach

Am 21. März 1685 wurde Johann Sebastian Bach in Eisenach geboren. Er wuchs in einer weitverzweigten Musikerfamilie auf, was seinen weiteren Lebenslauf prägen sollte. Aufgrund des frühen Todes seiner Eltern, zog er im Alter von zehn Jahren zu seinem Bruder Johann Christoph nach Ohrdruf. Mit 15 erhielt er dann ein Stipendium an der Michaelis-Klosterschule in Lüneburg, wo er drei Jahre später seinen Abschluss machte. Er ging  zurück ins heutige Thüringen, um am Hofe von Johann Ernst von Sachsen-Weimar als Lakai und Violinist zu arbeiten. Wenige Monate später übernahm er bereits das Organistenamt der Neuen Kirche in Arnstadt, wo er für den Kirchendienst und die Ausbildung von Schülern zuständig war. Dort schrieb er zudem seine ersten Kompositionen.

1707 ging er nach Mühlhausen an die St.-Blasius-Kirche und heiratete noch im gleichen Jahr seine Cousine Maria Barbara. Ein Jahr später ging er nach Weimar, um als Hoforganist und Kammermusiker von Wilhelm Ernst zu arbeiten und erwartete sein erstes Kind, worauf sechs weitere folgten. Sieben Jahre später stieg er zum Konzertmeister auf und wurde am Hofe von Fürst Leopold in Köthen der Kapellmeister. Dieses Jahr war jedoch von einem Schicksalsschlag geprägt, denn seine Frau Maria verstarb. Im darauffolgenden Jahr heiratete Johann Sebastian Bach dann erneut und zwar die Musikertochter Anna Magdalena Wilcke. Im April 1723 wurde er dann für die Stelle des Thomaskantors in Leipzig gewählt und vereidigt. 27 Jahre führte er diese Stelle aus, denn im Jahr 1750 verstarb der Komponist, Orgel- und Cembalovirtuose und Kantor an den Folgen einer Augenoperation, welcher er sich aufgrund einer starken Sehbehinderung unterzog. Bach hinterließ neben 20 Kindern aus zwei Ehen, wovon neun überlebten und es teilweise ebenfalls zu großem Ruhm schafften, auch unzählige bekannte Werke.

 

  • Matthäus-Passion
  • Weihnachts-Oratorium
  • Das Wohltemperierte Klavier Teil 1 & 2
  • Goldberg-Variationen
  • Die Kunst der Fuge

 

Das Bachdenkmal vor der Thomaskirche in Leipzig. | Bildquelle: © Fotolia - Claudio Divizia

Das Bachdenkmal vor der Thomaskirche in Leipzig. | Bildquelle: © Fotolia – Claudio Divizia

Das Grab des Musikers

Die Beisetzung des Musikers fand am 31. Juli 1750 ohne Grabstein auf dem Johannesfriedhof in Leipzig statt. Sogar die Totenmaske wurde ihm aufgelassen. Aufgrund der im 19. Jahrhundert einsetzenden Bach-Renaissance und dem steigenden Interesse wurde der Sarg jedoch am 16. Juli 1900 vom Friedhof in eine Gruft unter der Kirche verlegt. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Johanneskirche durch Bombardierungen am 04. Dezember 1943 zerstört. Es gab zwar Gespräche darüber, den teilweise noch erhaltenen Kirchturm auszuarbeiten, um ein Bach-Mausoleum daraus zu machen. Dieses Vorhaben musste jedoch aus vermutlich politischen Gründen fallen gelassen werden. Aufgrund dessen wurde entschieden die Gebeine des Komponisten in den Chorraum der Thomaskirche im Zentrum Leipzigs zu bringen. Bis heute ist nicht ganz geklärt, ob es sich dabei tatsächlich um den richtigen Leichnam handelte. Geborgen wurde der Sarg mit den Worten. „ sechs Schritte geradeaus von der Thüre an der Südseite“, wobei er im Anschluss von dem Anatomieprofessor Wilhelm His als Johann Sebastian Bach identifiziert wurde. Hinzu kommt, dass zu der damaligen Zeit der Glaube umher ging anhand eines Schädels das Wesen eines Menschen zu erkennen. Dies könnte auf Schiller zugetroffen sein. Der Gerichtsmediziner Parson aus Innsbruck stellte anhand vielzähliger Analysen und Untersuchungen im Jahr 2008 fest, dass in dem Weimarer Grab nicht die Überreste des Lyrikers begraben sind. Es wird sogar behauptet, dass allein der Hirnanatom Franz Joseph Gall (1758 – 1828) zu seiner Zeit 300 Schädel besaß. Bach wäre hierfür ein besonderes Exemplar gewesen, denn er soll angeblich die Hutgröße 58 getragen haben – eine Ausnahmeerscheinung. Ob schlussendlich Johann Sebastian Bach in der Thomaskirche Leipzigs unter der Grabplatte aus Bronze bestattet liegt, könnte sich nur noch durch eine ausführliche und zeitaufwendige DNA-Analyse herausfinden lassen.

Wem die Kunst das Leben ist, dessen Leben ist eine große Kunst.

Johann Sebastian Bach

 

Die Thomaskirche in Leipzig von vorne. | Bildquelle: © Fotolia - bbsferrari

Die Thomaskirche in Leipzig von vorne. | Bildquelle: © Fotolia – bbsferrari

Die Thomaskirche und der Thomanerchor

Die Thomaskirche befindet sich direkt im Zentrum der Stadt Leipzig und diente zu Lebzeiten Bachs als dessen bedeutendste Wirkungsstätte. Dort leitete er als Thomaskantor den Thomanerchor, welcher bis zu der heutigen Zeit existiert. Seine Ursprünge hatte er dabei bereits im 13. Jahrhundert und ist damit Deutschlands erste offizielle Schule und Leipzigs älteste Kultureinrichtung. Bis zu dem Jahr 1902 lag die Schule auch noch direkt neben der Kirche. Heute leben die Schüler im Alumnat, welches knapp 1000 Meter von der historischen Stätte entfernt liegt. Gotthold Schwarz ist seit Februar 2015 der Kantor des Chores, der 17. Leiter nach Johann Sebastian Bach. Es ist regelmäßig möglich, Aufführungen der Gesangsgruppe zu sehen und zu hören. Neben dem tollen Gesang ist jedoch auch das Grab des Komponisten Bach einen Besuch wert. Seit der Restaurierung der Kirche anlässlich des 250. Todestages im Jahr 2000 erstrahlt diese auch in neuem Glanz. Aufgrund der hohen Besucherzahl und Musikliebhaber liegen zudem immer frische Blumen an der Grabstätte. Wer die Thomaskirche besuchen möchte, sollte seinen Besuch in der Zeit zwischen 9 – 18 Uhr planen. Besondere Auftritte des Chores finden vor allem zum Reformationstag oder dem Sterbetag Bachs statt.

 

Fazit

Mit seinen musikalischen Errungenschaften, mit welchen er bereits in jungen Jahren begonnen hatte, schaffte Johann Sebastian Bach unzählige Werke, welche auch noch heutzutage weltweit bekannt sind. Neben der Arbeit als Lakai, Hoforganist oder Kammermusiker fand Bach seine Berufung in Leipzig an der Thomaskirche. Dort arbeitete er nicht nur im Kirchendienst, sondern auch als Kantor des Thomanerchores. 27 Jahre lang unterrichtete er dort, bis zu seinem Tod 1750 an den Folgen einer Augenoperation. Ursprünglich wurde er auf dem Johannesfriedhof beigesetzt. Doch durch die Zerstörung der Kirche im Zweiten Weltkrieg wurde sein Sarg schlussendlich in den Chorraum der Thomaskirche verlegt. Hierbei ist aufgrund unklarer Aussagen nicht zu 100 Prozent geklärt, ob es sich tatsächlich um die Gebeine des Komponisten handeln. Lediglich eine zeitaufwendige DNA-Analyse könnte dieses Mysterium aufklären. Möchten Sie mehr zu berühmten Friedhöfen oder Gräbern wie dem Jim Morrisons oder Fürst Pücklers erfahren, können Sie im Ratgeber von Stilvolle Grabsteine weiteres dazu lesen. Bei Fragen stehen wir Ihnen mithilfe unseres Kontaktformulars gerne zur Seite.

 

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Wie die aufgehende Sonne schwebt die aus böhmischem Glas gefertigte Sonnenscheibe beinahe schwerelos zwischen den beiden mächtigen Grabsteinflanken aus Sandstein. Dieser zweiteilige Grabstein mit Glaseinsatz ist das Resultat perfekter Steinmetzkunst.

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Das helle Grabmal für ein Urnengrab gibt die Kreuzform zwischen den Steinen wieder. Seidenmatt geschliffen und handwerklich bearbeitet ist das zweiteilige Grabmal ein herausragendes Beispiel moderner Grabmalkunst.

Eine Grafik zu Idee für die Urnengrabgestaltung

Auf dem kleinen Dorffriedhof Schönfließ bei Eisenhüttenstadt konnten wir diese kleine Urnengrabanlage aus Sandstein aufstellen. Die leuchtende Farbe des Sandsteins in Kombination mit einem filigran ausgearbeiteten Blütendekor lässt diesen Grabstein von allen Blickwinkeln des Friedhofs aus strahlen

Die Gestaltung des Grabes ist für viele Angehörige ein wichtiger Schritt zur Trauerverarbeitung. Der Grabstein hat dabei über die formelle Bedeutung hinaus eine wichtige Aufgabe die Erinnerung an einen geliebten Menschen zu bewahren. Er dient als Kraftquelle den neuen Lebensabschnitt zu meistern und die liebsten des Verstorbenen wieder an den Bestattungsort zurück zu führen und den Menschen Kraft und Zuversicht zu ermöglichen. Daher wird seit vielen Jahrhunderten von vielen unterschiedlichen Kulturen und Religionen der Grabkult sehr intensiv gepflegt. Der Tod eines geliebten Menschen reißt die Menschen im ersten Augenblick in eine ausweglose Situation. Doch viele werden erkennen, dass nach Abschluss der 4 Trauerphasen eine neue Kraft und Zuversicht entstehen kann. Licht kann ohne Dunkelheit nicht leuchten. Der Grabstein sollte daher nicht einfach nur günstig sein sondern auch gestalterische und inhaltliche Aufgaben erfüllen. Sofern ihr Budget größere Investitionen nicht her gibt, lassen Sie sich nicht ermutigen. Auch ein schlichter Stein aus einem heimischen Material wie z.B. Kalkstein oder Sandstein kann diese Aufgabe ohne viel Ornamentik erfüllten. War der oder die Liebste gerne in den Bergen oder an der See im Allgäu oder der Eifel? Fragen Sie uns, wir erkundigen uns nach den dort üblichen Natursteinen und erstellen mit Ihnen zusammen eine preiswerte Alternative mit Bedeutung! Dann wird Sie der Stein immer an einen geliebten Menschen erinnern ohne dabei Schmerz zu erzeugen. Lassen Sie sich überzeugen.

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Autor bei Stilvolle Grabsteine

Vanessa Rust

Über den Autor

Vanessa Rust (23) ist Studentin an der Universität Erfurt für Anglistik/Amerikanistik und Management.

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